â–¶ Innenraum & Ausstattung
Fondsitzanlage so luxuriös und großzügig wie in den meisten anderen SUVs die Vordersitze
Bevor wir in den Cayenne Electric einsteigen, streicheln wir noch die kräftigen Kotflügel und den ikonischen Porsche-Dachbogen, die Flyline. Die Rückmeldung ist eindeutig: Ja, die Form und die Rundungen sitzen. Damit ist es Zeit herauszufinden, wie wir im elektrischen Sportwagen-SUV sitzen. Dazu öffnen wir die rahmenlosen, von selbstbewussten Sicken geprägten Türen. Anschließend überqueren wir die mächtigen Seitenschweller, um auf die Rücksitze zu gelangen.
Die großen Schweller sind die einzige Hürde, die das Ein- und Aussteigen behindern – die hohen Sitzflächen und die großen, sicher gehaltenen Türen erleichtern es. Dass sich das Einsteigen lohnt, steht außer Zweifel. Im Cayenne Electric sitzen wir hinten so bequem wie in vielen SUVs vorne. Die Fondsitzanlage offeriert außen zwei Komfortsitze und dazwischen einen etwas schmaleren Mittelsitz. Die Neigung der dreiteiligen Lehne und die Längsposition der Sitze passen wir elektrisch an.
Ein praktischer Frunk & ein großer Kofferraum steigern den Nutzwert
Die mittlere Lehne können wir im Cayenne Electric zu einer Mittelarmlehne mit zwei Cup-Holdern umfunktionieren. Bei Bedarf klappen wir alle drei Lehnen-teile vom Kofferraum aus elektrisch unterstützt um. Damit kreieren wir einen maximal 1.588 Liter großen Kofferraum. Das klingt auf den ersten Blick recht klein: vor allem im Vergleich mit einem Kia EV9 GT oder Hyundai Ioniq 9, die 2.318 bzw. 2.419 Liter wegpacken. Auch das Mercedes Benz EQE SUV AMG und der BMW iX M70 nehmen etwas mehr Gepäck mit; konkret 1.675 bzw. 1.750 Liter.
Aber. Zum einen ist der Kofferraum des Cayenne Electric größer als er auf dem Papier erscheint. Und zum anderen kann er mit einem äußerst großzügigen Standardvolumen überzeugen. Bringen wir die Fondsitzanlage in die ″Cargo″-Stellung – hier sind die Sitze ganz nach vorne geschoben –, packt der Porsche 781 Liter ein. Das ist deutlich mehr als der BMW oder der Mercedes.
Auch im Vergleich mit dem Cayenne III offeriert der Cayenne Electric rund 100 Liter mehr Stauraum – und im Fond spürbar mehr Platz und Komfort. Kurzum. Der elektrische Cayenne hat schlicht und ergreifend einen höheren Nutzwert. Weiter gesteigert wird er u.a. durch den 90 Liter großen Frunk unter der Motorhaube.
Sportwagen-Cockpit mit exzellenten Sitzen & glänzender Digitalisierung
Die Basis für den geräumigeren Innenraum legt beim Cayenne Electric der 3,02 Meter lange Radstand; der des Vorgängers ist 12 Zentimeter kürzer. Von den Zuwächsen profitieren neben den Fondpassagieren auch der Fahrer und Beifahrer. Die fürstlichen Freiräume genießen beide ab Werk in Komfortsitzen. Bei ihnen können wir die Sitzhöhe, die Längsposition sowie die Sitz- und Lehnen-Neigung elektrisch einstellen. Beide Komfortsitze sind zudem mit einer dreistufigen Sitzheizung bestückt. Über das ″PCM ″, das ″Porsche Communication Management″, können wir die Heizleistung in den Lehnen und Sitzflächen zudem separat regeln.
Die erstmals als Option angebotene Flächenheizung erwärmt zusätzlich noch die Armauflagen in den vier Türen und die Mittelkonsole vorne. In Kombination mit den ebenfalls optionalen Adaptiv-Sportsitzen erreicht der Cayenne sein Sitzkomfort-Optimum. Das PCM indes ist mit seinem Online-Navi bereits in der Werkskonfiguration nahe am Optimum. Hinter dem Lenkrad glänzt ein 14,25 Zoll großes OLED-Digitalinstrument. Rechts davon schmiegt sich das 14,2 Zoll große OLED-Flow-Display – mit einem Knick im unteren Teil – elegant in die Mittelkonsole.
Die Bedienung des Touchscreens ist dank zahlreicher, frei konfigurierbarer Widgets; und ferner flacher Menüs sowie brillanter 3D-Grafiken aus einem Guss und Fluss. Greifbare Bedienelemente für die Steuerung der 2-Zonen-Klimaautomatik und der Lautstärke der 150-Watt-Anlage sind eine zusätzliche Erleichterung. Apropos Watt, die serienmäßige induktive Smartphone-Ablage lädt mit 25, nicht den üblichen 15 Watt. Ihre gepolsterte Leder-Überbrückung dient außerdem als angenehme Handgelenksablage.