Platz en masse – ob konventionell oder elektrisch
In puncto Drehfreude und Antrittskraft kann jedoch keiner der Ottomotoren mit dem jeweiligen Selbstzünder-Gegenüber mithalten. Die Fahrleistungen der 1,2 Liter großen Benziner passen aber zu einem City-SUV: insbesondere die des PureTech 130 mit 131 PS, 230 Nm und 6-Gang-Handschaltung oder 8-Stufenautomatik EAT8. Peugeot prognostiziert, dass jeder zweite Kunde zu diesem Motor greifen wird. Nach unserer Testrunde wagen wir dieser Einschätzung nicht zu widersprechen. Der PureTech 130 kombiniert einen moderaten Testverbrauch von rund fünfeinhalb Litern mit einem 0-100-Antritt von knapp 9 Sekunden und einem Spitzentempo von rund 200 km/h. Einige Kunden wünschen sich von einem Benziner dennoch mehr Feuer. Für sie hat Peugeot den 1,2-Liter-Dreizylinder PureTech 155 EAT8 mit 155 PS und 240 Nm Spitzendrehmoment im Programm (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,0 Liter auf 100 km, 113 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse B). Ihn gibt es aber nur in Verbindung mit der “GT“-Ausstattung, die den Einstiegspreis auf 33.900 Euro hebt; gut 11.000 Euro mehr als für das Basismodell. In dieser Preisregion bewegt sich – dank des neuen E-Umweltbonus in Höhe von rund 6.600 Euro – auch der neue Stromer: mit seinem 136 PS starken E-Motor und seiner 50 kWh großen Batterie, die für knapp 320 Kilometer reicht (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 17,8 kWh auf 100 km, 0 g/km CO2 und Energieeffizienzklasse A+).
Ob konventionell oder elektrisch angetrieben: Der 2008 zeigt sich in der zweiten Baureihe in jedem Fall rundum verändert. Beträchtlich und erheblich sind die Veränderungen bei den Maßen. Das Kompakt-SUV wächst in der Länge um 14 Zentimeter auf 4,3 Meter. Die Breite legt um vier Zentimeter auf 1,77 Meter zu, die Höhe bleibt mit 1,55 Metern in etwa gleich. Besonders effektvoll ist der Zuwachs des Radstandes von 2,54 auf 2,61 Meter. Er hat zur Folge, dass die Fahrgäste im Fond um einige Zentimeter mehr Beinfreiheit genießen. Zu viert reist es sich im 2008 jetzt bequem. Durch die ungewöhnlich hohen Schultern fühlt sich die Fahrt im Fond dennoch beklemmend an; das optionale Panoramadach schafft für 900 Euro etwas Abhilfe. Apropos Hilfe: Bei großen Transportaufgaben ist der große Stauraum des Peugeot ausgesprochen hilfreich. 405 bis 1.467 Liter packt er seit 2019 weg – der Vorgänger war bereits mit 350 bis 1.194 Litern randvoll. Andere Mitbewerber überheben sich an dieser Vorgabe ebenso, etwa der Mazda CX-3 mit 350 bis 1.260 Litern und der VW T-Roc mit 445 bis 1.290. Kurzum: Der 2008 II ist in dieser Beziehung spitze – außerdem ist der Kofferraum eben und gut zugänglich (Ladekante 70 Zentimeter).