▶ Innenraum & Ausstattung
Dieser beeindruckende Auftritt weckt Begehrlichkeiten. z.B. nach einem geräumigen und modernen Innenraum. Das Datenblatt des Hyundai Kona nährt die Hoffnung, im Kompakt-SUV viel Platz vorzufinden. Der Radstand ist in der zweiten Generation um 6 Zentimeter, auf 2,66 Meter gewachsen. Die Achsen liegen beim Kona demnach ähnlich weit auseinander wie beim Opel Frontera – und weiter als beim VW T-Roc II und beim Renault Symbioz. Aber wie fällt die Sitzprobe wirklich aus?
So wie es zu erwarten war. An Platz mangelt es erst ab einer Größe von rund 1,90 Metern. Der Mangel tritt zuerst auf den Rücksitzen auf. Betroffen davon sind sowohl die Beine wie die Köpfe. Für einen kompakten Crossover ist das dennoch mehr als ordentlich. Angesichts dieses Platzangebots ist es keine große Einschränkung, dass Hyundai die Rückbank fest verschraubt. So halten es in der Regel auch die Hersteller der Mitbewerber – abgesehen von Renault.
Überarbeitung bringt neue Topausstattung & bewahrt den großzügigen Kofferraum
Wir wechseln ins Cockpit des Kona. Dem Fahrer und Beifahrer gönnt der Hyundai noch mehr Bewegungsfreiheit als den Fondgästen. Selbst mit 1,95 Metern ist vorne genug Platz. Die Sitze bieten zumal ausreichend Einstellmöglichkeiten, um eine bequeme Position finden zu können. Beheizt sind die Vordersitze ab der zweiten Ausstattungslinie ʺTrend"; im ʺPrime"-Modell sind sie seit dem Modelljahrgang 2026 mit einer Velour-Leder-Kombi bezogen. Diese Linie repräsentierte bis zur 2025er- Überarbeitung das höchste Niveau.
Mittlerweile muss sich die ʺPrime"- diese Ehre mit der “N Line X”-Linie teilen. In ihr sind die Bezüge aus Alcantara und Leder; die elektrische Anpassung der Vordersitze haben beide gemeinsam. Allen Linien sowie – und das ist außergewöhnlich – allen Antriebsvarianten gemeinsam ist das Stauraum-Maß. Der Kofferraum des Kona fasst 466 bis 1.300 Liter. Der T-Roc schultert 475 bis 1.350 Liter Gepäck, der Opel Frontera 460 bis 1.600 und der um einiges kleinere Renault Captur 422 bis 1.363 Liter.
Navi, induktives Laden und viel Hartplastik ab Werk – Klimaautomatik und Digitalinstrument ab dem zweiten Ausstattungsniveau “Trend”
Beim Kofferraum des Hyundai Kona stimmt aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität. Was heißt das? Er verwöhnt uns beim Beladen mit niedrigen Ladekanten. Die innere entfällt mit dem variablen Ladeboden auf Wunsch komplett, die außen misst für ein SUV niedrige 67 Zentimeter. Die Kofferraumöffnung ist groß; und das Umklappen der dreiteiligen Rücksitzlehne eine Kleinigkeit. Beide Extras sind Serie.
Der elektrische Öffnungs- und Schließmechanismus der Heckklappe ist als Serien-Feature der Topausstattung ʺN Line X" vorbehalten. Sie formt gemeinsam mit der ʺN Line" den sportlichen Ausstattungsast. Die Linien ʺTrend" und ʺPrime" lassen die Zahl der Komfort-Extras wachsen. Dem Basismodell Kona Select fehlen aus unserer Sicht zwei dieser Extras: namentlich die 2-Zonen-Klimaautomatik sowie das 12,3 Zoll große Digitalcockpit. Beide Extras reicht die ʺTrend"-Linie nach.
Das Online-Navigationssystem, sein ebenfalls 12,3 Zoll großer, angenehm tief über dem Armaturenbrett schwebender Touchscreen – und das kabellose Smartphone-Ladefach gehören beim Kona indes zur Basisausstattung. Zu bedienen ist Hyundais SUV in allen Versionen gleich einfach und flüssig. Die digitale Bedienung wird sinnigerweise durch Drehregler, Tasten und Kippschaltern ergänzt: am Armaturenbrett, Lenkrad und der Mittelkonsole. Zu wünschen wäre nur, dass das Hartplastik eine weniger zentrale Rolle spielen würde.