▶ Innenraum & Ausstattung
Klimaautomatik in Topausstattung Serie – größere Navi und induktives Laden als Option
Im Innenraum finden wir das Designelement der LED-Tagfahrlichter – das auf den Kopf gestellten ʺT" – wieder: als Dekoreinlagen in den Lüftungsdüsen. Die Richtung sowie das Volumen und die Temperatur des Luftstroms werden im Dacia Sandero immer respektive meist von Hand geregelt. Das Immer bezieht sich auf die Richtung, das Meist auf das Volumen und die Temperatur. Die Ausnahme ist der Sandero ʺJourney". Der Topausstattung des Sandero gönnt Dacia direkt eine Klimaautomatik.
In der mittleren der drei Linien ʺExpression" wird die Klimaanlage manuell gesteuert; die Klimaautomatik gibt es als optionales Extra. In der Basisausstattung ʺEssential" spart Dacia die Klimatisierung aus – anders als beim Sandero Stepway, in dem sie Teil der Basisausstattung ist. Die Qualität der Einrichtung ist in beiden Varianten einfach gestrickt: aufgewertete Oberflächen sind dem Sandero fremd.
Mit überdurchschnittlich viel Platz vorne und im Kofferraum
Ein zweiter wesentlicher Unterschied zwischen der Limousine Sandero und dem höher gelegten Crossover Sandero Stepway ist: die Höhe der Sitzposition. In der Limousine sitzen wir 4 Zentimeter tiefer. Das mindert die Übersichtlichkeit ein wenig; und es erschwert auch das Ein- bzw. Aussteigen etwas. Das Platz- und Stauraumangebot haben die zwei Karosserien des kleinen Dacia gemeinsam. Vorne haben wir im Sandero deshalb auch mit einer Größe von gut 1,90 Metern ohne Einschränkungen Platz.
Der Sitzkomfort ist passabel, aber nicht besser. Komfortabler ist die Sitzposition ab dem ʺExpression"-Modell. Auf diesem Niveau erlaubt das Lenkrad auch eine Anpassung der Position in der Tiefe. Wenn wir uns im Sandero weiter in die Tiefe des Raums vorarbeiten, gelangen wir auf die Rückbank. Dort finden wir Freiräume, wie wir sie von einem Kleinwagen erwarten.
Einfach Bedienung – aber wenig Beinfreiheit im Fond & wenige Extras in der Basisausstattung
Konkret bedeutet das. Im Sandero wird es auf den Rücksitzen eng, wenn man 1,75 Meter oder größer ist. An Platz mangelt es vornehmlich den Füßen und Beinen, weniger den Köpfen. Im VW Polo haben die Bewegungsspielräume hinten ein ähnliches Ausmaß – im Modell der Mutter, dem Renault Clio, dagegen ein spürbar größeres. Dacia hat sich beim Sandero dafür entschieden, den großen Radstand für einen großen Kofferraum zu nutzen.
Der Sandero nimmt 372 bis 1.152 Liter Gepäck mit, der Clio 327 bis 1.176; und der VW Polo 310 bis 1.125. Gegenüber dem ʺStepway" hat der Kofferraum der Limousine den Vorteil: die Ladekante liegt 4 Zentimeter tiefer. 75 Zentimeter sind aber immer noch viel bzw. hoch. Innen stört uns ebenfalls ein hoher Absatz. Mit dem modularen Kofferraumboden der Topausstattung ʺJourney" lässt sich die störende Stufe aber weitgehend glattbügeln.
Im Sandero Journey gehört zumal das Digitalinstrument zur Fixausstattung – das Navi sowie die induktive Smartphone-Ablage können als Extras ergänzt werden. Der Touchscreen des Systems ist mit der Modellpflege auf 10,1 Zoll gewachsen. Vom größeren Display profitiert auch das Infotainmentsystem, das ein Level tiefer, in der ʺExpression"-Linie, einzieht. Die Bedienung geht uns bei beiden Systemen einfach von der Hand – ein kleiner Funktionsumfang hat auch seine Vorzüge; das fehlende Infotainment der Basisausstattung hat nur preislich einen Vorteil.